Bericht auf Deutsch
Miranda hat uns freundlicherweise einen Bericht von einem GWHF-Sommertreff vom Juli 2002 inklusive ein paar Bilder zur Verfügung gestellt. Besten Dank dafür und viel Vergnügen beim Lesen:
Bei GWHF war in diesem Jahr noch nicht viel los. Und jetzt noch Sommerpause! Das war für ein paar von uns doch zu viel beziehungsweise zu wenig. Darum organisierte ich ein Treffen und hoffte inständig, dass es nicht zu heiss werden würde. Es wurde zwar heisser als erwartet, aber wenigstens wurde ich nur vom Wetter enttäuscht. Es wurde ein herrlicher Sommertag, wie man ihn sich für jeden Tag seiner Ferien wünscht und die Damen waren bester Laune.
Wir trafen uns um 15:00 Uhr beim Wasserschloss Hallwil, das wir besuchen wollten. Schon das Zusammenfinden war ein Abenteuer für sich. Das schöne Wetter hatte auch eine Menge Stinos herausgelockt und so war der grosszügige Parkplatz längst besetzt, als wir ankamen (Stinos = Stinknormale). Bis alle einen Parkplatz gefunden hatten, besichtigten die Ersten die eindrücklichen Gemäuer von aussen und brachten dabei manchen Motorrad- und Autofahrer aus dem Konzept.
Nachdem sich alle eingefunden hatten, begaben wir uns in die Obhut der starken Mauern. Hinter dem verschlossenen Torbogen, worin nur eine winzige Türe geöffnet war (wie kommt Tamara da durch?) durften wir Eintritt zahlen. Claudia verhandelte mit dem Kassierer, der aufgrund unserer Erscheinung beinahe aus dem Häuschen geriet und zu einem Gruppenrabatt nicht nein sagen konnte, nachdem er uns schon keinen AHV- und auch keinen Behindertenrabatt gewähren wollte.
Endlich hatten wir alle Hürden genommen und strömten aus, um auf eigene Faust die verborgenen Geheimnisse des Wasserschlosses Hallwil zu ergründen, das offenbar lebhaft besucht war. Sorgsam darauf achtend, immer in der Nähe der anderen Damen zu sein, durchforschten wir den weitläufigen Wohnturm, ein sehenswertes Museum.
Denn bei der Tracht einer Äbtissin stand klar und deutlich: Bitte berühren. So war es auch bei vielen anderen Dingen. Was nicht unter Glas war, durfte und sollte man berühren. Gerade als wir aus dem Verliesturm kamen, wo doch tatsächlich einer im Loch lag und pausenlos jammerte, kamen Ramona und Isabelle. Sie waren wie vereinbart etwas später gekommen. Wir waren beinahe fertig mit der Besichtigung und stöberten jetzt zum Teil noch auf eigene Faust durch die Gänge und Türme. Leider war die oberste Plattform gesperrt.
Wir trafen uns alle im Erdgeschoss des Wohnturms wieder, wo die dicken Mauern die ärgste Wärme abhielten. Unsere weiteren Plaudereien setzten wir im schlosseigenen Café fort, wo schliesslich auch Wilma noch zu uns stiess. So etwa gegen 17:00 Uhr wurden die umliegenden Plätze geräumt und wir waren beinahe unter uns. Offenbar war Feierabend. Doch dank einer kleineren Feier im Hof hinter uns durften wir bleiben.
Später wurden wir im Seehotel Delphin erwartet. Die Leute dort wussten noch nicht, was auf sie zukam. Ich hatte nur einen Tisch für acht Personen bestellt. Dort angekommen wollten sich die Damen noch ein wenig die Beine vertreten und wir gingen zum See, der wenige Schritte unterhalb des Seehotels an den Strand brandete.
Auf dem abschüssigen Weg kam uns ein uraltes Paar entgegen und da ich bei den letzten der Gruppe war, bekam ich mit, wie sich die Oma mit dem Opa unterhielt. Sie sagte: ‚Das sind…, das sind…‘ Sie suchte nach dem Wort. Schliesslich fiel es ihr ein. ‚Es sind Transvestiten.‘ Ich konnte mich einfach nicht zurückhalten und sagte: ‚Transvestiten? Wo? Die will ich sehen!‘
(von links nach rechts: Miranda, Claudia, Tamara, Franca, Sandra und Wilma)
Uns knurrten bereits die Mägen, darum begaben wir uns kurz nach der Fotosession am Strand ins Restaurant, wo ich auf meinen Namen reserviert hatte: Cruz. Erst dachte ich, es wäre nicht nötig gewesen, aber der Saal füllte sich im Verlauf des Abends bis zum letzten Platz und wir sassen wieder einmal mitten drin.
Wir hatten schon oft erlebt, wie zuvorkommend Restaurantpersonal sein konnte. Hier erklärte uns der Kellner sogar bei jedem Gang nochmals, was auf unseren Tellern lag. So liess sich der Abend geniessen und wir blieben bis lange nach Sonnenuntergang.
Ihr könnt weitere (aktuelle) Berichte von Miranda auf Ihrer Homepage lesen.
Report in English
Miranda has kindly provided us with a report from a GWHF summer meeting in July 2002, including a few pictures. Thank you very much and enjoy reading:
In GWHF this year not much had been going on. And now was summer break! That was too much for a few of us respectively too little. So I organized a meeting and hoped fervently that it would not be too hot. Although it was hotter than expected, but at least I was only disappointed by the weather. We had a beautiful summer day as you wish for every day of your holiday and the ladies were in great mood.
We met at 15:00 clock at the moated castle Hallwil that we wanted to visit. Even finding each other was an adventure in itself. The nice weather had lured out also a lot of bornos and so the generous parking lot was already occupied when we arrived (bornos = boringly normals). Until everyone had found a parking lot, the first girls already inspected the impressive ruins from the outside and took some motorcyclists and motorists out of concept.
After gathering, we went into the care of the strong walls. Behind the closed archway in which only a tiny door was opened (how could Tamara pass through there?) we were allowed to pay an entrance. Claudia negotiated with the cashier, who was excited because of our appearance. He could not say no to a group discount, after he wasn’t able to grant discount for old peolple and not even for disabled.
Finally, we had overcome all obstacles and streamed out to explore on our own the hidden secrets of the moated castle Hallwil, which was apparently attended lively. Carefully being careful to always be near the other ladies, we searched through the spacious residential tower, that was an interesting museum.
Because a sign on an abbess’s habit clearly stated: Please touch. So it was with many other things. Anything not being under glass was allowed to be touched by the visitors. Just as we came out of the dungeon tower where there was actually someone in a hole and moaned incessantly, came Ramona and Isabelle. They had come a little later as arranged. We were almost finished with a visit now and browsed some more on our own through the corridors and towers. Unfortunately, the top deck was locked.
We all met on the ground floor of the residential tower again, where the thick walls prevented the worst heat. Our other chats we continued in the castle’s cafe, where finally Wilma joined us, too. At around 17:00 clock the surrounding areas were cleared and we were almost among us. Apparently closing time. But thanks to a small ceremony in the courtyard behind us we were allowed to stay.
Later we were expected at the Seahotel Dolphin. The people there did not know yet what would come. I had simply ordered a table for eight people. Once there, the ladies wanted to stretch their legs a little and we went to the lake, that was surging a few steps below the seahotel to the beach.
On the downhill path we passed an ancient pair and since I was in the last group, I could hear how the old woman was talking with her old man. She said: ‚That’s … that’s …‘ She searched for the right word. Finally, she remembered it. ‚They are transvestites.‘ I just could not hold back and said, ‚Transvestites? Where? I want to see! ‚
(from left to right: Miranda, Claudia, Tamara, Franca, Sandra and Wilma)
With already growling stomachs we went shortly after the photo session on the beach to the restaurant, where I had made a reservation in my name: Cruz. At first I thought it would not have been necessary, but the hall was filled in during the evening to the last seat and we sat right in the middle once again.
We had often experienced restaurant staff could be as courteous. Here we were told by the waiter even with every course again what was on our plates. That way we enjoyed the evening and we stayed until long after sunset.
You can read more (current) reports from Miranda on her homepage.